Sonntag, 18. November 2018


Mein persönlicher Rückblick,
ich möchte dir noch vor den in ein paar Wochen beginnenden Weihnachtstagen einen kleinen persönlichen Rückblick über die unternommenen Veranstaltungen und Reisen dieses Jahres geben.
Es gab viele tolle Begegnungen und wir haben interessante Menschen kennengelernt und auch neue Freunde gefunden. Es begann mit vier Infoveranstaltungen im Januar. Karin und ich waren zu Gast bei ganz verschieden Veranstaltern. Dabei waren zwei Reiterhöfe, eine Buchhandlung, ein Freizeitverein und eine Gruppe vom NABU in Willich, so gab es ganz unterschiedliche Begegnungen und Menschen mit vielfältigen Fragen. Die Besucher waren durchweg überrascht wie vielfältig und Abwechslungsreich und Artenreich die Extremadura ist.

Diese Erfahrung machte dann auch unsere erste Wandergruppe im April. Die kleine Gruppe bestand leider nur aus 4 Damen das der einzig angemeldete männliche Teilnehmer kurzfristig absagen musste. Trotz einiger Tage mit ein wenig Regen hatten wir angenehmes Wanderwetter und alle waren von der tollen Landschaft und den vielen Frühlingsblumen angetan.

Die nächste Gruppe war eine Singlegruppe mit sechs Damen und fünf Herren die sich aus ganz Deutschland kommend in unserer gebuchten Herberge zum ersten mal getroffen hat.
Die Unterkunft war sehr einfach aber die gute Atmosphäre und der Teamgeist konnte das mehr als ausgleichen. So hatten wir viel Spaß miteinander. Natürlich gab es auch die ein oder andere Blase, Muskelkater oder einen schweren Kopf vom Landwein am Vorabend, aber das gehört ja auch dazu.
Am Ende der Woche fühlte es sich an, als wenn eine neue gewonnene Familie auseinander geht.
Einige haben sich auch schon für das kommende Jahr wieder angemeldet.
Auch bei der darauf folgenden Radreise gab es zwei kurzfristige Absagen und so waren wir nur zu viert anstatt mit sechs Teilnehmern unterwegs. 
Das Wetter war ja dieses Jahr nicht so zu planen wie man es erwarten würde und so war es Ende September mit Temperaturen bis 35 Grad ungewöhnlich warm. 
So musste ich einige Touren um planen damit wir im Anschluss möglichst an einem Badesee oder Fluss ankamen um uns dort zu erfrischen und auszuruhen. Alle haben tapfer durchgehalten und wir hatten trotz der Hitze tolle Tage. 

Die darauf folgende Wandergruppe im Herbst war dann wieder eine reine Damengruppe mit fünf Damen. Alle echt fit und voller Tatendrang eroberten wir trotz einiger Regentage die Berge und Höhen der Extremadura. Erlebten weite Ausblicke und eine für den Herbst erstaunlich grüne spanische Landschaft.
Dann hatten wir noch eine große Reisegruppe von deutschen Rentnern von der spanischen Küste.
Drei Tage ging es mit 48 Teilnehmern zu den historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten der Extremadura.
In Merida trafen wir dann noch ungeplant unseren Bundespräsidenten Herr Steinmeier, der auf Staatsbesuch in Spanien die Ausgrabungen in Merida besichtigen wollte und sich über die Gruppe jubelnder deutscher Rentner freute. So gab es einige nette Gespräche und natürlich Bilder mit dem Präsidenten. 
Es war für Karin und mich ein schönes und Ereignisreiches Jahr, wir konnten unseren Gästen die Schönheit der Extremadura, ihrer freundlichen Menschen und ein Stück ursprüngliches Spanien zeigen. Nun sitzt ich im Büro und bereite mit vielen Ideen und Plänen alles für 2019 vor. Die Reisetermine findest Du auf www.cadice-ev.com unter Veranstaltungen.

Liebe Grüße,

Uwe Fischer

Montag, 15. Oktober 2018

Nach langer Pause mache ich mich auf diesen Blog wiederzubeleben.


Ich bin Jahrgang 63, geschieden habe einen erwachsenen Sohn und lebe und arbeite mit meiner neuen Partnerin Karin heute in Spanien, in der wunderschönen Region Extremadura als Reiseführer für verschieden kleinere Reiseunternehmen und Vereine. Bin sozusagen Gastarbeiter in Spanien.
Zuerst kam ich der Liebe wegen Karin, die schon seit 12 Jahren in der Extremadura lebt und habe mich danach in diese wilde Schönheit der Landschaft und Natur. So haben wir vor 2015 angefangen als Reiseleiter und Wanderführer dort zu arbeiten. Wir begleiten kleine Reisegruppen und organisieren Wander-, Rad- und ab dem nächsten Jahr auch geführte Wohnmobiltouren.
Einer unser Gäste hatte angeregt doch mehr von meinen Touren und Unternehmungen zu berichten.
Dies nehme ich jetzt zum Anlass einfach mal so zu erzählen was Karin und ich so alles schönes und kurioses in der Extremadura mit unseren Gästen so erleben.
Viel Spaß beim lesen.

Uwe



Montag, 3. Juli 2017

Wind, Wellen aber wenig Wasser
Es war ein herrlicher Morgen, mit blauem Himmel, wenigen Wolken und Wind zwischen 3 und 5 Beaufort.

Ideale Bedingungen für einen Segeltörn auf dem Alcantara-Stausee. Nach der etwa einstündigen Anfahrt waren wie überrascht wie Tief der Wasserstand dieses Jahr schon gefallen ist. 







Es ist immer noch ein beeindruckend großer See, aber man sieht überall die sonst vom Wasser bedeckten Felsen und kleine Inseln und natürlich die felsigen schroffen Ufer. Es war gar nicht so leicht zu unsrem Boot am Anleger herunterzusteigen. Nach ein paar Handgriffen war das Boot segelfertig und auch der Außenborder sprang nach wenigen Zügen an. Vom Anlegeplatz ging es dann erst mal mit dem Motor raus aufs frei Wasser. Der Wind stand gut und wir machten ordentlich Fahrt. Es ist immer wieder beeindruckend ganz leise an dieser Landschaft entlangzufahren. 





Wir waren das einzige Boot auf diesen riesigen See, außer uns nur ein paar Vögel in der Luft und einige Kühe am Ufer.

Gerade als wir es uns zum Picknick an Bord gemütlich machen wollten drehte der Wind und frischte auf. Es wurde ein recht wackeliges Picknick und am Horizont zogen langsam dicke dunkle Wolken auf. Auf dem Rückweg kreuzten wir noch eine ganze weile gegen den Wind. 








Als die Wolken aber immer dunkler wurden nahmen wir die Segel runter und fuhren unter Motor zurück zu Anlegestelle. Kurz danach begann es zu regnen. Wir machten noch Klarschiff und fuhren müde aber glücklich nach Hause. Ein gelungener Tag.






Sonntag, 16. April 2017

Ostern in Spanien das ist hier "Semana santa"

Keine Ostereier suchen, keine Häschen, keine Osterfeuer oder Friedensmärsche.

Aber überall und in jedem noch so kleinem Dorf eine Prozession. Mal mehr, mal weniger imposant, aber immer feierlich und oft erst spät am Abend oder in der Nacht.
Wir waren bei den Passionsspielen in dem schönem Dorf Valdefuentes in der Nähe von Montanchez und hatten das Gefühl das jeder zweite Einwohner des Dorfes bei diesen Festspielen mitspielt. Es war dramatisch, ernst und feierlich. Die Laiendarsteller kämpften mit den Tücken der Mikrophonanlage und der örtliche Priester strahlte über beide Ohren über die gelungene Aufführung, selbst das Regionalfernsehen war dabei. Es war für mich und meine Freunde ein tolles Ostererlebnis.



















Donnerstag, 13. April 2017

Die Wandersaison hat begonnen !

Endlich geht es los. Alles ist vorbereitet, fehlen nur noch unsere Gäste.

Sie wollten schon immer mal was neues entdecken, wilde Landschaften erwandern, Berge besteigen und neues kennen lernen. Wir laden sie herzlich dazu ein.
Unsere ersten Wanderreisen sind online. Entdecken sie die Schönheit der Extremadura. Zusammen mit dem Reiseveranstalter Terraviva haben wir ein tolles Reisepaket geschnürt. 
Sie wohnen bei Freunden, im tollen Ambiente eines Landhotels, lassen sich mit den Spezialitäten der Extremadura verwöhnen und durchwandern eine der schönsten Regionen Spanien, mit tollen Naturparks, Seen und einer reichen Geschichte und Kultur.
Lassen sie sich von uns mitnehmen in unser Lieblingsland. 
Mehr unter:http://www.terraviva.de/child/assets/pdf/Wanderreise.pdf

Tajo wir Kommen !


Endlich geht mein Boot wieder zu Wasser. Nach der langen Reise von Deutschland bis nach Spanien, dann noch ein halbes
Jahr wo es irgendwo im Campo abgestellt war, ist es jetzt endlich so weit. Das neu Segelrevier am Tajo kann erobert werden. 80Km freie Fläche fast für mich alleine.

Es liegen nur wenige Segel- und Motorboote auf dem Alcantara Stausee und wenn man überhaupt mal Jemandem begegnet sind es meistens Angler mit ihren kleinen Booten. Es ist herrliches Wetter und Wind haben wir auch. Karin und ein paar Freunde haben mir geholfen und wir hatten eine Menge Spaß auf der anschließenden Segeltour. Ich freue mich schon auf die ersten Gäste, die ich mit auf Tour nehmen darf.
Denn neben den Radtouren und geführten Wanderungen die Karin und ich seit diesen Jahr veranstalten, kann man auch einen Segeltörn auf dem Tajo buchen.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Camino Natural del Guadiana

Camino Natural del Guadiana MTB-Tour

Wir befahren den Camino Natural del Guadiana vom Merida bis nach Medellin.

Die ca. 55 Km lange Strecke führt über sehr unterschiedliche Wege und Straßen, aus Asphalt, Schotter, Sand und Kies. Es geht entlang einer wunderschönen Flusslandschaft,
durch Auen und über Kanäle, aber auch über Berge. Sie durchfahren Felder mit Reisanbau oder Gemüsefelder und durch Oliven- und Obstplantagen. Der Weg ist mal sehr komfortabel und manchmal sehr holprig, aber immer durch wunderschöne Landschaft und ist gut Ausgeschildert und im Zweifelsfall hilft Ihnen die Karte.

Rio Guadiana
Der Río Guadiana entspringt in den Ojos del Guadiana nordöstlich von Ciudad Real in der gleichnamigen spanischen Provinz, Region Kastilien La
Mancha und ist 818 Km lang. Er fließt zunächst in vorwiegend westlicher Richtung, durchquert die Extremadura und wendet sich dann in Richtung Süden. Auf zwei Abschnitten, im südlichen ist es sein Mündungsbereich, wurde er zur Definition der Grenze zwischen Spanien und Portugal benutzt.
Dazwischen durchfließt er den Südosten der portugiesischen Region Alentejo. Der Río Guadiana mündet bei Ayamonte (Andalusien, Spanien) bzw. Vila Real de Santo Antonio (Algarve, Portugal) in den Golf von Cádiz der zum Atlantischen Ozean gehört. Die größte Stadt am Fluss ist Badajoz in Spanien.

Medellin
Die Ufer des Río Guadiana waren schon in prähistorischer und keltischer
Zeit beliebte Wanderwege für Tiere und Menschen. Aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. ist ein Ort mit Namen Consisturgis überliefert, der häufig mit demtartessischenVorläufer der heutigen Siedlung identifiziert wird.
Der Name ‚Medellín‘ ist Ursprungs und wurde nach dem Konsul und Prokonsul der Quintus Caecilius Metellus Pius Cecilia Mettellina benannt. Auch die Westgoten (um 570–768) und Mauren (768–1234) hinterließen ihre Spuren. Peter I- von Kastilien übergab die Stadt seinem Vasallen Juan Alfonso de Alburquerque, der sich jedoch von seinem Lehnsherrn nahezu unabhängig machte und im Jahr 1354 all seiner Privilegien beraubt wurde und kurz darauf verstarb. Am 28. März 1809 fand in der Umgebung von Medellín die Schlacht von Medellinim Rahmen des sogenannten Spanischen Unabhängigkeitskrieges gegen napoleonischeTruppen statt.

Natur und Tierwelt
Das Flusswehr des Flusses Río Guadiana wurde zur Zona de Especial Protección para las Aves (ZEPA, Besondere Vogelschutzzone) erklärt,
aufgrund seiner Bedeutung für zahlreiche Vogelarten. Eine seiner Hauptattraktionen sind die Brutkolonien von Reihern, in denen sich mehr als 2.000 Kuhreiher- und Seidenreiherpaare versammeln, neben anderen Arten wie Nachtreihern, Weißstörchen, Purpurreihern, Rallenreihern und Graureihern. Außerdem von Dohlen, Einfarbstaren und Staren. Die Vegetation der beiden Ufer ist besonders üppig zwischen dem Flusswehr und der Mündung des Flusses Río Caya, wo das Flussbett sein natürlicheres Aussehen zurückgewinnt, wobei es dichte Weidenwäldchen gibt, in denen Vögel wie Pirole, Beutelmeisen, Nachtigallen, Seidensänger, Orpheusspötter, Zaunkönige, Schwanzmeisen oder auch Buchfinken brüten.
Das Röhricht, das sich stark mit den Weiden vermischt, ist ein weiterer der Lebensräume,
die für die Vögel von großem Interesse sind, auch wenn es aufgrund der dichten Vegetation leichter ist, ihren Gesang zu hören als sie zu beobachten. Während der Brutperiode kommen Arten wie Zwergdommeln, Wasser-, Teichrallen, Drossel-, Teichrohrsänger, Tigerfinken oder Wellenastrilde häufig vor. Im Winter seien besonders Blaukehlchen und Zilpzalpe zu erwähnen. Es wurde von mehreren Purpurhühnern im Bereich des Flusswehres berichtet.
Im offenen Wasser zwischen der Brücke Puente de la Autonomía und der Flusswehrmauer seien verschiedene Entenvögel zu erwähnen, wie Stock-,
Löffel-, Schnatterenten oder Blässhühner. Im Sommer sucht der Fischadler auf seinem Durchzug das tiefere Wasser nach Fischen ab. Weitere äußerst repräsentative Arten, die wir ohne Schwierigkeit in den Abschnitten mit seichterem Wasser und auf den Inseln beobachten können, sind Bach-, Gebirgsstelzen, Flussufer-, Waldwasser-, Stelzenläufer und Bekassinen (im Winter). Ebenfalls erwähnenswert sind die Vögel, die in den sandigen Uferböschungen des Flusses brüten, wie dies der Fall bei der Uferschwalbe, dem Bienenfresser oder dem Eisvogel ist.